Neulich in der Marketing-Abteilung …

„Jetzt kein Trübsal aufkommen lassen“, schrieb ich letztens zum Thema Dunkle-Jahrezeit-und-freundliches-LED-Licht, als mir mein Textprogramm einen grünen Kringel zeigte: Grammatikalisch sei das Wort „kein“ in diesem Kontext nicht korrekt. Also änderte ich es in „keinen“ … doch der Kringel blieb!

Gleich darauf forderte ich Kollegen, die mir beim Kaffeeholen über den Weg liefen, auf: „Negier mal den Satz: Ich blase Trübsal.“
Das Ergebnis:
5x Ich blase kein Trübsal.
3x Ich blase keinen Trübsal.
1x Keine Ahnung, das Wort benutz ich nicht.

Hm, soweit keine Hilfe. Also googelte ich, schlug bei Wikipedia, Leo und Duden nach. Tatsächlich: „Trüb|sal, die; -, -e [mhd. trüebesal, ahd. truobisal] (geh.): 1. Leiden, die jmdn. bedrücken: viel, große …“

Aber sollte sich der Duden als deskriptives (also beschreibendes) Nachschlagewerk nicht nach der Art richten, wie gesprochen wird? Es ist ja sogar schon als Fußnote notiert, dass in der gesprochenen Sprache der Konjunktiv „weil“ einen Hauptsatz einleiten kann, weil: die Menschen sprechen heute nun mal so!

Aus diesem Grund fordere ich von der GfdS (Gesellschaft für deutsche Sprache) und der Dudenredaktion:
Ändert das grammatikalische Geschlecht des Wortes „Trübsal“! In der oder das ist mir egal, Hauptsache nicht die!

Unterstützt mich, indem ihr an meiner Umfrage teilnehmt! (Einmal rechts in der Sidebar, bitte!)

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